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Colitis ulcerosa als Ursache einer möglichen Berufsunfähigkeit

Autor:

Jürgen Wahl

Veröffentlich am:

26. November 2025

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Das Wichtigste in Kürze

  • Colitis ulcerosa ist eine chronisch-entzündliche Darmerkrankung, die schubweise verläuft und häufig mit Durchfällen, Bauchschmerzen und Erschöpfung einhergeht.
  • Wenn die Symptome trotz Behandlung dauerhaft die Arbeitsfähigkeit einschränken, kann eine Berufsunfähigkeit vorliegen, besonders bei häufigen Schüben, Nebenwirkungen oder psychischen Belastungen.
  • Für den Nachweis der Berufsunfähigkeit sind medizinische Befunde, genaue Tätigkeitsbeschreibungen und eine rechtlich fundierte Antragstellung entscheidend.
  • Ein spezialisierter Anwalt kann bereits beim Antrag unterstützen, die Kommunikation mit der Versicherung übernehmen und rückwirkende Leistungen durchsetzen.

Wie äußert sich Colitis ulcerosa?

Colitis ulcerosa ist eine chronisch-entzündliche Darmerkrankung, die in erster Linie den Dickdarm betrifft. Typisch sind wiederkehrende Entzündungen, die die empfindliche Darmschleimhaut angreifen und zu starken Beschwerden führen können. Obwohl die genauen Ursachen bislang nicht eindeutig geklärt sind, geht die Forschung davon aus, dass genetische Veranlagungen, eine Fehlsteuerung des Immunsystems sowie bestimmte Umweltfaktoren eine entscheidende Rolle spielen.

In Deutschland leben rund 170.000 Menschen mit dieser Erkrankung, Männer und Frauen sind dabei gleichermaßen betroffen. Meist tritt Colitis ulcerosa erstmals zwischen dem 15. und 40. Lebensjahr auf. Der Verlauf ist schubweise: Zeiten mit starken Symptomen wechseln sich mit beschwerdefreien Phasen ab.

Für Betroffene kann die Krankheit nicht nur körperlich, sondern auch beruflich eine enorme Belastung darstellen. Gerade wenn die Symptome dauerhaft einschränken, kann Berufsunfähigkeit bei Colitis ulcerosa eintreten.

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Ein kurzer Überblick über das Krankheitsbild

Beschwerden

Colitis ulcerosa äußert sich meist durch blutige, schleimige Durchfälle, linksseitige Bauchschmerzen und ein starkes Stuhldranggefühl (Tenesmen). Häufig kommen Gewichtsverlust, Müdigkeit und Fieberschübe hinzu, je nach Schwere des Schubs.

Verlauf

Die Erkrankung verläuft schubweise: Phasen mit Entzündungen wechseln sich mit beschwerdefreien Zeiten ab. Langfristig kann das Risiko für Darmkrebs steigen, besonders bei langjähriger Erkrankung.

Ursachen

Die genauen Ursachen sind unklar. Vermutet wird ein Zusammenspiel aus genetischer Veranlagung, Fehlsteuerung des Immunsystems und Umwelteinflüssen wie Ernährung oder Darmflora. Auffällig ist, dass Nichtraucher häufiger betroffen sind als Raucher.

Diagnose und Therapie

Zur Diagnose dient vor allem die Koloskopie mit Gewebeproben, ergänzt durch Labor- und Bildgebungsverfahren. Die Behandlung erfolgt stufenweise, von 5-ASA-Präparaten über Kortison bis hin zu Biologika oder Immunsuppressiva. In schweren Fällen kann eine Operation nötig sein.

Voraussetzungen für BU-Leistungen bei Colitis ulcerosa

Eine Berufsunfähigkeit bei Colitis ulcerosa kann insbesondere dann vorliegen, wenn trotz konsequenter medizinischer Behandlung häufige und heftige Krankheitsschübe auftreten. Auch Nebenwirkungen der Therapie, etwa durch Kortison, oder Komplikationen nach Operationen können die Arbeitsfähigkeit dauerhaft einschränken. Ebenso können psychische Belastungen infolge der Erkrankung eine Rolle spielen.

Damit die BU-Versicherung leistungspflichtig ist, müssen die Beschwerden dazu führen, dass der Versicherte seinen Beruf voraussichtlich für mindestens sechs Monate zu mindestens 50 % nicht mehr ausüben kann. Die rechtlichen Anforderungen an den Nachweis dieser Einschränkung sind allerdings hoch.

Wer an Colitis ulcerosa leidet und eine BU-Rente beantragen möchte, sollte sich daher frühzeitig rechtlich beraten lassen. Wir von der Berufsunfähigkeitshilfe unterstützen Sie dabei, Ihren Anspruch sorgfältig vorzubereiten und gegenüber der Versicherung überzeugend darzulegen.

Ein Urteil des Oberlandesgerichts Saarbrücken (Az. 5 U 40/13) zeigt, dass chronische Darmerkrankungen grundsätzlich eine Berufsunfähigkeit begründen können: Ein selbstständiger Immobilienmakler erhielt Recht, weil die unkontrollierbare Darmtätigkeit und die daraus resultierenden psychischen Belastungen seine Berufsausübung unmöglich machten. Solche Fälle verdeutlichen, wie wichtig eine fundierte rechtliche Unterstützung bei der Durchsetzung von Ansprüchen ist.

Vorteile eines spezialisierten Anwalts

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Gerade bei Berufsunfähigkeit wegen Colitis ulcerosa ist es entscheidend, den Leistungsantrag sorgfältig vorzubereiten. Ein spezialisierter Anwalt weiß, welche medizinischen Nachweise erforderlich sind und wie diese überzeugend dargelegt werden. Wir von der Berufsunfähigkeitshilfe begleiten Sie von Anfang an, von der Antragstellung über die Prüfung bis hin zur Klage, falls Ihre Versicherung die Zahlung verweigert.

Versicherungen prüfen Anträge auf Berufsunfähigkeit äußerst genau. Für Betroffene ist die Kommunikation mit dem Versicherer oft belastend und zeitaufwendig. Wir übernehmen diese Aufgabe vollständig für Sie, klar, sachlich und mit dem nötigen Nachdruck. So stellen wir sicher, dass Ihre Interessen konsequent vertreten werden und Sie sich auf Ihre Gesundheit konzentrieren können.

In vielen Fällen stehen Versicherten rückwirkende Zahlungen zu, wenn die Berufsunfähigkeit bereits seit Längerem besteht. Wir prüfen genau, ab wann ein Anspruch entstanden ist, und setzen diese Leistungen für Sie durch, notfalls auch vor Gericht. Mit unserer Erfahrung aus über 3.000 gewonnenen Fällen wissen wir, wie Versicherer argumentieren und wie Sie trotzdem zu Ihrem Recht kommen.

Nutzen Sie unsere kostenfreie Erstberatung und lassen Sie Ihre Ansprüche unverbindlich prüfen. Gemeinsam finden wir heraus, welche Möglichkeiten Sie haben, wenn Ihre Berufsunfähigkeitsversicherung nicht zahlt.

Rufen Sie uns einfach an unter 069 823 766 42 oder schreiben Sie uns eine E-Mail an kanzlei@versicherungsrecht-offenbach.de.

FAQ

Für einen Antrag auf Berufsunfähigkeit bei Colitis ulcerosa sind aussagekräftige ärztliche Befunde, Behandlungsberichte, Klinikentlassungsberichte sowie Labor- und Untersuchungsergebnisse entscheidend. Wichtig sind außerdem Angaben zur beruflichen Tätigkeit und zu den konkreten Einschränkungen im Arbeitsalltag. Wir helfen Ihnen, die Unterlagen vollständig und überzeugend zusammenzustellen.

Versicherer argumentieren oft, dass die Beschwerden behandelbar seien oder keine dauerhafte Einschränkung vorliege. Häufig wird auch die Schubfreiheit als Beweis gegen eine Berufsunfähigkeit gewertet. Mit juristischer Unterstützung lässt sich jedoch darlegen, dass die Unberechenbarkeit der Schübe, Nebenwirkungen der Medikamente und psychische Belastungen die Berufsausübung erheblich einschränken können.

Vermeiden Sie es, medizinische Details ohne rechtliche Prüfung zu schildern oder unvollständige Angaben zu machen. Auch unbedachte Formulierungen können später gegen Sie verwendet werden. Wir von der Berufsunfähigkeitshilfe übernehmen die gesamte Kommunikation mit Ihrer Versicherung, um solche Fehler zu vermeiden.
Ja, unbedingt. Ein spezialisierter Anwalt prüft Ihren Fall bereits im Vorfeld und sorgt dafür, dass alle relevanten Nachweise vollständig und korrekt eingereicht werden. So steigen Ihre Chancen, dass die Versicherung ohne Widerspruch oder Klage zahlt.
Je nach Versicherer und Einzelfall kann das Verfahren zwischen mehreren Monaten und mehreren Jahren dauern. Mit anwaltlicher Unterstützung lässt sich der Prozess oft beschleunigen, da Unterlagen gezielt vorbereitet und Nachfragen der Versicherung schnell beantwortet werden.
Wer bei Vertragsabschluss frühere Erkrankungen verschweigt, riskiert den Verlust des Versicherungsschutzes. Daher ist es wichtig, alle relevanten Vorerkrankungen, auch eine Colitis ulcerosa, korrekt anzugeben. Wir prüfen, ob der Versicherer den Einwand einer Anzeigepflichtverletzung tatsächlich berechtigt erhebt und helfen, unberechtigte Ablehnungen abzuwehren.

Beide Erkrankungen zählen zu den chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen, unterscheiden sich aber in Verlauf und Ausprägung. Colitis ulcerosa betrifft ausschließlich den Dickdarm und nur die oberste Schleimhautschicht, während Morbus Crohn den gesamten Verdauungstrakt befallen kann. Zudem greift Morbus Crohn tiefere Darmschichten an und führt häufig zu sogenannten Fisteln, also Verbindungsgängen zwischen Darm und Haut oder anderen Organen.

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