Berufsunfähigkeit wegen Rhizarthrose

Berufsunfähigkeit wegen Rhizarthrose

Autor:

Jürgen Wahl

Veröffentlich am:

15. Mai 2026

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Das Wichtigste in Kürze

  • Rhizarthrose ist ein Verschleiß des Daumensattelgelenks, der Schmerzen, Kraftverlust und erhebliche Einschränkungen bei Greifbewegungen verursachen kann.
  • Besonders in Berufen mit hoher Belastung der Hände oder starker Feinmotorik kann eine Rhizarthrose zu einer Berufsunfähigkeit führen.
  • Damit eine Berufsunfähigkeitsversicherung leistet, muss in der Regel nachgewiesen werden, dass der zuletzt ausgeübte Beruf zu mindestens 50 Prozent nicht mehr ausgeübt werden kann.
  • Versicherungen lehnen Leistungsanträge häufig ab oder verzögern die Bearbeitung, etwa wegen angeblich fehlender Nachweise oder unvollständiger Gesundheitsangaben.
  • Eine frühzeitige rechtliche Unterstützung kann helfen, Fehler im Verfahren zu vermeiden und Ansprüche gegenüber der Versicherung erfolgreich durchzusetzen.

Was ist Rhizarthrose?

Daumensattelgelenk

Rhizarthrose ist eine besondere Form der Arthrose und betrifft das sogenannte Daumensattelgelenk. Dieses Gelenk befindet sich an der Basis des Daumens und verbindet den ersten Mittelhandknochen mit einem Handwurzelknochen. Da der Daumen bei nahezu jeder Greifbewegung beteiligt ist, kann eine Rhizarthrose den Alltag und das Berufsleben erheblich einschränken.

Bei einer Rhizarthrose nutzt sich der schützende Gelenkknorpel nach und nach ab. Dadurch reiben die Knochen stärker aufeinander. Die Folge sind Schmerzen, Entzündungen und eine eingeschränkte Beweglichkeit des Daumens. Viele Betroffene bemerken zunächst Beschwerden bei alltäglichen Tätigkeiten wie dem Öffnen von Flaschen, dem Drehen eines Schlüssels oder dem festen Zugreifen.

Typisch sind außerdem ein Kraftverlust im Daumen, Druckempfindlichkeit oder Schwellungen im Bereich des Daumenansatzes. Im fortgeschrittenen Stadium kann sich der Daumen sichtbar verformen oder eine Fehlstellung entwickeln. Besonders häufig tritt Rhizarthrose bei Frauen ab dem mittleren Lebensalter auf. Auch Menschen, die ihre Hände beruflich stark belasten, etwa in handwerklichen oder pflegerischen Berufen, sind häufiger betroffen.

Die Behandlung richtet sich nach dem Schweregrad der Erkrankung. In vielen Fällen werden zunächst konservative Maßnahmen eingesetzt. Dazu gehören die Schonung des Gelenks, spezielle Daumenorthesen, entzündungshemmende Medikamente oder Physiotherapie. Wenn die Beschwerden dauerhaft stark bleiben, kann auch eine Operation notwendig werden.

Für viele Betroffene stellt sich mit zunehmenden Beschwerden die Frage, ob durch die Rhizarthrose eine Berufsunfähigkeit vorliegt. Gerade wenn der Beruf auf eine funktionierende Handmotorik angewiesen ist, kann die Erkrankung erhebliche Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit haben.

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Kann eine Rhizarthrose die Arbeitsfähigkeit dauerhaft beeinträchtigen?

Ja, eine Rhizarthrose kann die Arbeitsfähigkeit dauerhaft einschränken und unter Umständen sogar zu einer Berufsunfähigkeit führen. Entscheidend ist dabei immer, welche beruflichen Tätigkeiten ausgeübt werden und wie stark die Hände im Arbeitsalltag belastet sind. Besonders betroffen sind Berufe, in denen regelmäßig gegriffen, getragen, montiert oder feinmotorisch gearbeitet werden muss.

Die Rhizarthrose verursacht häufig Schmerzen, Kraftverlust und Einschränkungen bei Bewegungen des Daumens. Viele Betroffene haben Schwierigkeiten beim festen Zugreifen oder bei wiederkehrenden Handbewegungen. Da oft beide Hände betroffen sind, können selbst alltägliche Arbeitsabläufe zunehmend unmöglich werden. Gerade in handwerklichen, medizinischen, pflegerischen oder technischen Berufen kann dies erhebliche Folgen für die berufliche Leistungsfähigkeit haben.

Ob wegen einer Rhizarthrose eine Berufsunfähigkeit anerkannt wird, hängt davon ab, wie stark die konkrete Tätigkeit noch ausgeübt werden kann. In der Regel leisten Berufsunfähigkeitsversicherungen dann, wenn die versicherte Person ihren zuletzt ausgeübten Beruf zu mindestens 50 Prozent nicht mehr ausüben kann und der Versicherungsvertrag bereits vor dem Auftreten der Erkrankung bestand.

Erkrankungen des Bewegungsapparates und des Skeletts zählen zu den häufigsten Ursachen für eine Berufsunfähigkeit. Auch die Rhizarthrose gehört zu diesen Erkrankungen. Da der Gelenkverschleiß chronisch und nicht rückgängig zu machen ist, verschlechtern sich die Beschwerden häufig im Laufe der Zeit. In fortgeschrittenen Stadien kann sogar eine Operation notwendig werden.

Viele Versicherte erleben jedoch, dass ihre Berufsunfähigkeitsversicherung die Beschwerden anzweifelt oder die Zahlung ablehnt. Genau in solchen Situationen unterstützen wir von der Berufsunfähigkeitshilfe. Mit unserer Erfahrung aus tausenden Fällen helfen wir Betroffenen dabei, ihre Ansprüche wegen Berufsunfähigkeit durch Rhizarthrose gegenüber der Versicherung durchzusetzen.

Welche Berufsgruppen leiden besonders häufig unter Rhizarthrose?

Berufsunfähigkeit bei Schreinern / Tischlern

Eine Rhizarthrose kann in vielen Berufen zu erheblichen Einschränkungen führen. Besonders betroffen sind Tätigkeiten, bei denen die Hände dauerhaft belastet werden oder eine präzise Feinmotorik erforderlich ist. Je stärker der berufliche Alltag auf funktionierende Hände angewiesen ist, desto größer ist das Risiko einer Berufsunfähigkeit durch Rhizarthrose.

Medizinische Berufe

Ärzte, Chirurgen, Zahnärzte oder andere medizinische Fachkräfte sind auf präzise Handbewegungen angewiesen. Schon kleinere Einschränkungen der Beweglichkeit oder Schmerzen im Daumen können dazu führen, dass bestimmte Tätigkeiten nicht mehr sicher oder zuverlässig ausgeführt werden können. Gerade bei operativen oder feinmotorischen Arbeiten kann eine Rhizarthrose daher schnell zur Berufsunfähigkeit führen.

Handwerkliche Berufe

Handwerker wie Schreiner, Mechaniker oder Elektriker belasten ihre Hände täglich stark. Wiederholte Greifbewegungen, das Arbeiten mit Werkzeugen oder kraftintensive Tätigkeiten verstärken die Beschwerden oft erheblich. Viele Betroffene können ihre Arbeit mit fortschreitender Rhizarthrose nur noch eingeschränkt oder gar nicht mehr ausüben.

Berufe in der Gastronomie

Auch in der Gastronomie sind die Hände dauerhaft im Einsatz. Köche, Bäcker oder Metzger arbeiten regelmäßig mit Messern, schweren Geräten oder wiederkehrenden Handbewegungen. Schmerzen und Kraftverlust im Daumen können deshalb schnell dazu führen, dass wichtige Arbeitsabläufe nicht mehr möglich sind.

Künstlerische Berufe

Musiker, Maler oder Bildhauer sind besonders auf eine funktionierende Feinmotorik angewiesen. Bereits geringe Bewegungseinschränkungen oder Schmerzen können die berufliche Tätigkeit massiv beeinträchtigen. Für viele Betroffene wird die Ausübung ihres Berufs dadurch nahezu unmöglich.

Büroberufe

Auch Büroberufe können von einer Rhizarthrose betroffen sein. Wer täglich viele Stunden am Computer arbeitet, belastet die Daumengelenke durch das ständige Bedienen von Tastatur und Maus dauerhaft. Besonders bei fortgeschrittener Rhizarthrose können Schmerzen und Bewegungseinschränkungen die Arbeitsfähigkeit deutlich reduzieren.

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Häufige Probleme mit der Berufsunfähigkeitsversicherung

Wer wegen einer Rhizarthrose Leistungen aus der Berufsunfähigkeitsversicherung beantragt, erlebt häufig Auseinandersetzungen mit dem Versicherer. Besonders bei einer Berufsunfähigkeit durch Rhizarthrose kommt es immer wieder zu ähnlichen Problemen im Leistungsprüfungsverfahren.

  • Versicherer erkennen Beschwerden nicht an: Viele Versicherungen zweifeln an, wie stark die Rhizarthrose die Arbeitsfähigkeit tatsächlich einschränkt. Schmerzen, Kraftverlust und Einschränkungen beim Greifen werden häufig heruntergespielt.

  • Vorwurf unvollständiger Gesundheitsangaben: Versicherer prüfen genau, ob beim Abschluss der Berufsunfähigkeitsversicherung alle Vorerkrankungen und Beschwerden korrekt angegeben wurden. Bereits kleinere Unstimmigkeiten können zu Problemen führen.

  • Probleme bei psychischen Begleiterkrankungen: Dauerhafte Schmerzen und berufliche Einschränkungen können zusätzlich psychische Belastungen verursachen. Versicherungen erkennen diese Begleiterkrankungen jedoch nicht immer vollständig an.

  • Streit um die tatsächliche Berufsausübung: Oft entsteht Streit darüber, welche Tätigkeiten den Berufsalltag tatsächlich geprägt haben und wie stark die Hände im Beruf belastet wurden.

  • Verzögerungen im Leistungsprüfungsverfahren: Viele Betroffene warten monatelang auf eine Entscheidung. Versicherungen verlangen häufig zusätzliche Unterlagen oder weitere ärztliche Nachweise.

  • Fehlerhafte Gutachten: Medizinische Gutachten spielen bei der Prüfung der Berufsunfähigkeit eine zentrale Rolle. Fehlerhafte oder unvollständige Bewertungen können dazu führen, dass Ansprüche abgelehnt werden.

  • Verweisung auf andere Tätigkeiten: Manche Versicherer argumentieren, dass Betroffene trotz Rhizarthrose noch in einem anderen Beruf arbeiten könnten und deshalb keine Berufsunfähigkeit vorliege.

  • Kürzung oder Einstellung der Leistungen: Selbst bereits bewilligte Leistungen können später erneut überprüft und im schlimmsten Fall gekürzt oder eingestellt werden.

  • Kommunikationsprobleme mit Versicherern: Viele Versicherte fühlen sich durch komplizierte Schreiben, unklare Formulierungen oder ständige Rückfragen überfordert.

Wir von der Berufsunfähigkeitshilfe unterstützen Betroffene dabei, ihre Ansprüche wegen Berufsunfähigkeit durch Rhizarthrose gegenüber der Versicherung konsequent durchzusetzen.

Wie ein Anwalt bei Rhizarthrose und Berufsunfähigkeit helfen kann

Jürgen Wahl

Bei einer Berufsunfähigkeit durch Rhizarthrose kann anwaltliche Unterstützung entscheidend sein. Versicherungen prüfen Leistungsanträge oft sehr kritisch und lehnen Ansprüche nicht selten ab. Ein erfahrener Anwalt unterstützt bereits bei der Antragstellung, prüft die Erfolgsaussichten und übernimmt die Kommunikation mit der Berufsunfähigkeitsversicherung.

Auch bei Problemen wie fehlerhaften Gutachten, Ablehnungsschreiben oder Verzögerungen im Leistungsprüfungsverfahren kann juristische Unterstützung helfen. Zudem begleitet ein Anwalt Betroffene bei Gutachterterminen oder einer möglichen Klage gegen die Versicherung. Ziel ist es, typische Fehler zu vermeiden und die vereinbarte BU-Rente erfolgreich durchzusetzen.

Wir von der Berufsunfähigkeitshilfe unterstützen Mandanten seit vielen Jahren bei Streitigkeiten rund um Rhizarthrose und Berufsunfähigkeit und setzen Ansprüche konsequent gegenüber Versicherern durch.

Kontaktieren Sie uns jetzt für eine unverbindliche Ersteinschätzung:

Telefon: 069 823 766 42
E-Mail: kanzlei@versicherungsrecht-offenbach.de

FAQ

Arthrose ist ein allgemeiner Begriff für den Verschleiß von Gelenken. Dabei nutzt sich der schützende Gelenkknorpel ab, was Schmerzen und Bewegungseinschränkungen verursachen kann. Die Rhizarthrose ist eine spezielle Form der Arthrose und betrifft das Daumensattelgelenk an der Basis des Daumens. Besonders Greifbewegungen und Belastungen der Hände werden dadurch erschwert.
Ja, eine Rhizarthrose kann zu einer Berufsunfähigkeit führen. Vor allem in Berufen mit hoher Belastung der Hände oder starker Feinmotorik können Schmerzen und Kraftverlust die Ausübung der Tätigkeit dauerhaft unmöglich machen. Entscheidend ist immer, wie stark die konkrete berufliche Tätigkeit eingeschränkt ist.
Wird der Antrag auf Berufsunfähigkeit abgelehnt, sollte die Entscheidung rechtlich geprüft werden. Häufig bestehen gute Möglichkeiten, gegen die Ablehnung vorzugehen. Wichtig ist, Fristen einzuhalten und die Begründung der Versicherung genau zu überprüfen.
Ja, psychische Begleiterkrankungen können bei der Prüfung einer Berufsunfähigkeit ebenfalls berücksichtigt werden. Chronische Schmerzen, dauerhafte Einschränkungen oder berufliche Sorgen können zusätzlich zu Depressionen, Angstzuständen oder Erschöpfung führen.
Die Kosten hängen vom jeweiligen Fall und vom Umfang der anwaltlichen Tätigkeit ab. In vielen Fällen bestehen Rechtsschutzversicherungen, die die Kosten übernehmen können. Vor einer Beauftragung werden die möglichen Kosten Regel transparent erläutert.
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